Der Eingriff

Vor dem Eingriff sollte es zu einer ausführlichen Beratung beider Lebenspartner (bei Paaren) bzw. des Mannes durch den Arzt kommen. In der Regel muß vor der Operation eine Einverständniserklärung unterschrieben werden.

Die Samenleiter-Unterbindung (Sterilisation) hat, wie leider noch von vielen Leuten geglaubt, nichts mit Kastration zu tun. Diese beiden Begriffe werden immer wieder verwechselt. Bei einer sorgfältig durchgeführten Vasektomie kommt es zu keinerlei Beeinträchtigung der Libido, zu keiner negativen Veränderung der Erektion und auch zu keiner hormonellen Störung.

 

Die einzelnen Schritte der Samenleiter-Unterbindung:

 

  • schmerzlose lokale Betäubung der Hodenhaut und des Samenleiters
  • Herauspräparieren des Samenleiters
  • Unterbindung des Samenleiters nach unten und nach oben und Durchtrennung des Samenleiters
  • Herausschneiden eines 1,5-2cm langen Stückes. Dieses wird zur mikroskopischen Untersuchung eingeschickt und dient als Bestätigung der korrekten Unterbindung und zur Beweissicherung
  • Ausspülen der Enden des durchtrennten Samenleiters
  • Umstülpen eines Endes, damit ein Zusammenwachsen der Enden verhindert wird
  • Schliessen der Einschnitte. Die Fäden lösen sich von selbst auf

 

Nach dem Eingriff fährt der Patient meist selbst nach Hause und soll sich dann 2-3 Tage ausruhen. Nach 3 Monaten wird ein Erguß (Ejakulat) des Patienten untersucht, ob noch Spermien vorhanden sind. Ist das Ejakulat spermienfrei, müssen zur Verhütung keine anderen Maßnahmen ergriffen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt muss man aber weitere empfängnisverhütende Maßnahmen ergreifen (Kondome etc.).